ÄGYPTISCHES MUSEUM UND PAPYRUSSAMMLUNG

ÄGYPTISCHES MUSEUM UND PAPYRUSSAMMLUNG

Büste der Königin Nofretete im Neuen Museum, Neues Reich, 18. Dynastie, Amarna, Ägypten, um 1340 vor Christus. © Staatliche Museen zu Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung / @Achim Kleuker

Das Ägyptische Museum und die Papyrussammlung sind die weltweit bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Hochkultur. Zu den berühmtesten Werken zählen die Büste der Königin Nofretete, das Porträt der Königin Teje und der bekannte „Berliner Grüne Kopf“.

Seit 17. Oktober 2009 ist die Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung wieder im Neuen Museum zu sehen. 1828 wird unter König Friedrich Wilhelm III. auf Empfehlung Alexander von Humboldts eine ägyptische Abteilung der königlich-preußischen Museen gegründet. 1850 bezog das Ägyptische Museum das eigens dafür gebaute Neue Museum des Architekten Friedrich August Stüler auf der Museumsinsel.

Durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Sammlung zerstört, andere an verschiedene Orte ausgelagert. Der Hauptteil der Sammlung befand sich in Ost-Berlin und wurde ab 1958 im Bodemuseum wieder ausgestellt. In West-Berlin wurde der Rest der Sammlung, der aus Westdeutschland zurückkehrte, von 1967 an im Östlichen Stüler-Bau in Charlottenburg ausgestellt.

Vollständige Sammlung ist erst in der Zukuft zu sehen

Die Sammlung im Bodemuseum wurde in den 1990er Jahren wegen Sanierungsarbeiten geschlossen. Im August 2005 zog die Sammlung aus Charlottenburg auf die Museumsinsel zurück. Seit 17. Oktober 2009 ist die vereinte Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung wieder im Neuen Museum zu sehen.

Teile der monumentalen Plastik und Architektur, darunter das Kalabscha-Tor und der Tempelhof aus dem Totentempel Sahures, werden aus Platzmangel erst sehr viel später im noch zu bauenden und umstrittenen vierten Flügel des Pergamonmuseums gezeigt werden.

Sammlungen des Ägyptisches Museums

Die eindrucksvolle Sammlung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung umfasst Meisterwerke der unterschiedlichen Epochen Altägyptens: Statuen, Reliefs und Objekte der Kleinkunst sowie monumentale Werke der ägyptischen Architektur geben Zeugnis der Zeit von 3000 v. Chr. bis in die Zeit der Römer.

Neben der Büste der Königin Nofretete, deren Bemalung sich seit der Amarna-Zeit ohne Restaurierung erhalten hat, sind die Porträtköpfe der Königsfamilie und der Mitglieder des Königshofes einzigartig. Als bedeutendstes Werk der ägyptischen Spätzeit gilt der nach seiner Gesteinsfarbe benannte „Berliner Grüne Kopf“ (500 v. Chr.).

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