Festgenagelt: Der goldene Cartier Armreif Juste un Clou

Festgenagelt: Der goldene Cartier Armreif Juste un Clou

 

von Julia Freitag

Erstaunlich ist es schon, dass ich mich als bekennender Schmuckmuffel so intensiv für einen Schmuckklassiker aus dem Hause Cartier begeistern kann. Eigentlich lege ich bei meinem persönlichen Schmuck immer extremen Wert auf Erb- oder Fundstücke und würde mir ungern nachsagen lassen, dass ich von It-Pieces zu beeindrucken bin.

Und der Nagel Juste un Clou von Cartier ist mittlerweile ein ziemlich häufig gesehenes It-Piece an den Armen diverser Showgrößen und Schauspielerinnen.

 

Irgendwie ist das auch nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass Cartier in den 70ern zu Studio 54-Zeiten damit auf den Markt kam und bei Frauen wie Bianca Jagger punktete. Die 70er sind und bleiben außerdem mein Geburtsjahrzehnt und sind auch in Mode, Möbeln und Musik eine meiner absoluten Lieblingsdekaden.

Aber zurück zum goldenen Nagelarmreif. Schön unscheinbar kommt er optisch daher, der Juste un Clou. Ich hatte mit mehr Punk-Attitude am Arm gefürchtet. Doch zu früh gefreut, denn gefühlte 30 Minuten versuche ich dann verzweifelt, das kreisrunde Geschmeide zu öffnen. Ein Scharnier ist sichtbar, aber ich bekomme das nicht auf. Dann platzt der Knoten dank unermüdlicher Hilfe meiner Kolleginnen: Am Nagelkopf muss der Reif gedrückt werden um auszurasten – und ich bin auch schon fast am Ausrasten…

So geht es abends weiter. Sich alleine aus dem Geschmeide zu biegen, ist mir selbst mit zwei Händen und viel Geschick einfach nicht möglich. Egal, dann bleibt der Nagel eben über Nacht am Arm. Ist auch gut für mein Karma. Eine Heilerin hat mir mal versichert, dass mir Echtgold Stärke verleiht und ich liebe es wirklich sehr, den Juste un Clou am Arm zu behalten. Er schmiegt sich angenehm an die Haut, klimpert nicht rum und ist so dezent, dass er ganz grazil mein linkes Handgelenk besiedelt.

Fällt der goldene Nagelreif den Menschen in meiner näheren Umgebung überhaupt auf? Immerhin trage ich Cartier und auch noch ein Kultstück am Arm. Der Damenwelt muss schon mit der Holzhammermethode der Arm unter die Nase gehalten werden: „Schau mal, wie findest du meinen goldenen Nagel von Cartier?“ Mir bereitet es großes Vergnügen mit dem sachlich-praktischen Wort „Nagel“ mein Umfeld zu irritieren. Aber das Feedback ist rundum positiv. Alle Damen meinen, der Nagel passe perfekt zu mir. Ich sollte ihn unbedingt behalten!

Geht leider nicht, aber mein Freund ist schon auf das Schmuckstück angesetzt worden. Da er meinen abendlichen Nagelkampf am Bett mehr als einmal amüsiert beobachten durfte, sind der Juste un Clou und er mittlerweile beste Freunde. Er findet das Armband einfach nur toll an mir und ich pflichte da selbstverständlich bei.

Fazit: Beim Cartier Nagel handelt es sich um ein Schmuckstück, das unprätentiös daherkommt und endlich mal ein wenig Ironie ins steife Echtschmuckbusiness bringt. Der Juste un Clou sieht weder besonders teuer noch nach „bling bling“ aus – kostet aber dank der 18 Karat Gelbgold ein kleines Vermögen.

Persönliches Fazit: Ich bin tief beeindruckt von so viel „hidden wealth“!

Die Juste un Clou Armreifen von Cartier gibt es in verschiedenen Modellen  ab 6550,- €.

Quelle : Styleproofed

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