Michael Kors und Jimmy Choo verkaufen keinen Pelz mehr

Michael Kors und Jimmy Choo verkaufen keinen Pelz mehr

Michael Kors verbannt ab 2018 Pelz aus allen Kollektionen. Die Entscheidung fiel sechs Monate, nachdem der Designer bei einem Talk im Metropolitan Museum of Art von PETA-Aktivisten angegriffen wurde.

Darum verzichtet Michael Kors jetzt auf Pelz

F**k FUR steht auf einem Plakat, mit dem einige PETA-Anhänger im Juni diesen Jahres plötzlich die Bühne im MET Museum stürmen, auf der Michael Kors seit gerade einmal zehn Minuten mit der Journalistin Alina Cho über die Modeindustrie spricht. Sechs Monate später verkündet Michael Kors, künftig keine Pelze mehr zu verkaufen. Die Entscheidung fiel schlussendlich, nachdem sich Michael Kors nach dem Vorfall offiziell mit PETA für ein Gespräch getroffen hat. „Das Michael Kors pelzfrei wird, ist ein wunderbares Geschenk für unsere Arbeit und vor allem für viele Tiere“, sagt Dan Mathews, Senior Vice President von PETA.

In einem Statement heißt es, dass die Produktion der Fellmäntel- und jacken bis Dezember 2018 komplett eingestellt wird. Seit seiner fast 40-jährigen Karriere verarbeitet Michael Kors tierische Häute wie Leder oder Pelz. Zuletzt sah man in der Herbst-/Winterkollektion 2017/18 etwa zehn Jacken, Ponchos und Westen, die aus Pelzen und Lammfell gefertigt waren. Es soll die letzte Kollektion mit Echtpelz sein.

Auch wenn es künftig keinen Echtpelz mehr bei Michael Kors geben wird, möchte der Designer nicht komplett auf die kuschelige Optik verzichten. Dank moderner Technologie ist das aber auch kein Problem mehr. „Wir sind jetzt in der Lage, luxuriöses und ästhetisches Fake Fur herzustellen“, so der Designer. „Diese neuen Techniken werden wir in unserer kommenden Modenschau im Februar präsentieren.“ Das gleiche gilt für die Schuhmarke Jimmy Choo, die seit Juli zur Michael-Kors-Gruppe gehört.Tatsächlich war der Protest der Aktivisten ein ausschlaggebender Grund für den Designer, sich Marken wie Hugo Boss, Calvin Klein, Ralph Lauren, Tommy Hilfiger und Armani anzuschließen, die ebenfalls auf die Verwendung der tierischen Produkte verzichten. Kürzlich verkündeten erst Gucci und der Luxus-Online-Shop Net-A-Porter, keine Pelze mehr zu verkaufen. Obwohl noch immer 70 Prozent der Luxusmarken für die Kollektionen Herbst/Winter 2017/18 mit Pelz gearbeitet haben, befindet sich die Modebranche damit doch im Wandel.

von Jana Ackermann

Quelle : Harpers Bazaar

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