Alles zu seiner Zeit

Alles zu seiner Zeit

22.03.2018 · Im Frühjahr gibt es viele neue Uhren. Einige liegen schon jetzt bei den Juwelieren, manche kommen im Laufe der nächsten Monate dazu. Manche vielleicht nie.

Montblanc · Geosphere

Mit der 1858 Collection feiert Montblanc den 160. Geburtstag seiner Manufaktur Minerva. Die Weltzeituhr Geosphere ist eines der schönsten Stücke der Kollektion. Auf dem Zifferblatt dreht sich die Welt, die Nordhalbkugel gegen den Uhrzeigersinn, die Südhalbkugel im Uhrzeigersinn, samt einer zweiten Zonenzeit bei der Ziffer 9. Besonders schön wirkt’s mit antikem Lederband. Ab 5190 Euro.


Baume & Mercier · Baumatic

Ein Highlight auf dem Uhrensalon SIHH war die Baumatic, eine Automatikuhr im Stahlgehäuse, die mit hervorragender Technik ausgestattet und sauber verarbeitet ist. Das neue Kaliber BM12-1975A bietet 120 Stunden Gangreserve, hohen Magnetfeldschutz, lange Wartungsintervalle, hohe Ganggenauigkeit. Gegen 150 Euro extra gibt’s ein Chronometerzertifikat. Ab 2450 Euro.


Audemars Piguet · Royal Oak RD#2

Den flachsten Ewigen Kalender der Welt hat Audemars Piguet konstruiert. Die Ingenieure simplifizierten den hochkomplexen Mechanismus des Kalenderwerks so, dass er auf eine Ebene im Uhrwerk passt; normalerweise sind es mindestens drei. Das RD im Modellnamen steht für Research and Development – es ist eine Konzeptuhr, die leider zur Zeit nicht zu kaufen ist.


Breitling · Navitimer 8

Der ehemalige IWC-Chef Georges Kern ist noch nicht einmal ein Jahr Kapitän bei Breitling und hat doch schon eine komplett neue Modellreihe geschaffen: die Navitimer 8. Topmodell ist der Chronograph mit Manufakturwerk. Dafür fehlt die beim Navitimer bisher übliche Rechenschieberlünette, was von Fans der Marke bemängelt wird. Doch Breitling beruft sich auf historische Vorbilder. Ab 6780 Euro.


Alpina · Alpiner 4

Alpina reklamiert für sich, 1938 mit der Alpiner 4 die erste ernsthafte Schweizer Sportuhr lanciert zu haben. Der Name beruht auf den vier Charakteristika, die eine Sportuhr mitbringen sollte: antimagnetische Eigenschaften, Stoßfestigkeit, Wasserdichtigkeit und Rostbeständigkeit. Wahlweise mit schwarzem oder gletscherblauem Zifferblatt erhältlich. Ab 1195 Euro.


Jaeger-LeCoultre · Memovox Polaris

Abrupte Richtungswechsel sind der 165 Jahre alten Manufaktur Jaeger-LeCoultre aus Le Sentier fremd. Zur Kontinuität gehört es, alte Erfolgsmodelle aufzufrischen. Zum Beispiel die Memovox Polaris, eine Taucheruhr mit mechanischem Weckerwerk von vor 50 Jahren. Eine stilvolle – und natürlich nicht ganz günstige Alternative – zum Handywecker. 10.700 Euro.


Oris · Carl-Brashear-Chronograph

Bronze bleibt ein Thema. Nach dem Erfolg der limitierten und längst ausverkauften Bronze-Automatikuhr Carl Brashear reicht Oris jetzt einen gleichnamigen Bronze-Chronographen nach. Er ist dem ersten afroamerikanischen Navy-Master-Diver gewidmet, einem Mann, der trotz rassistischer Angriffe und körperlicher Defizite sein Ziel nie aus den Augen verlor. Mut und gutes Karma am Handgelenk! 4400 Euro.


Chopard · Racing Colours

Seit 30 Jahren fährt Chopard bei der Mille Miglia mit. Zu diesem Anlass präsentiert die Uhrenmanufaktur die Kollektion Racing Colours – die Neuauflage einer historischen Kollektion. Die Zifferblätter tragen die Farben Rosso Corsa, Speed Silver, British Racing Green, Vintage Blue und Speed Yellow, die einst den Automobilrennsport-Nationen Italien, Deutschland, England, Frankreich und Belgien zugeordnet waren. Etwa 5500 Euro.


Mühle Glashütte · Panova

Der Erfolg der Linie Lunova, die im vergangenen Jahr präsentiert wurde, bestärkte Thilo Mühle, den geschäfts-führenden Gesellschafter von Nautische Instrumente Mühle Glashütte, darin, weitere Modelle für Einsteiger zu präsentieren. Die Messeneuheit Panova ist eine schlichte Dreizeigeruhr mit einem von Mühle modifizierten Sellita SW 200-1 im Edelstahlgehäuse mit sportlichem Nato-Band. 1000 Euro.


Panerai · Luminor Due

Die italienische Marke Panerai manifestiert ihren Manufakturstatus. Zu sehen ist das bei der neuen Linie Luminor Due, die vom hauseigenen Automatikwerk P.4001 mit Mikrorotor und drei Tagen Gangreserve angetrieben wird. Die flachste und wohl auch eleganteste Panerai ist zwar im Kern eine Luminor mit dem charakteristischen Kronenschutzbügel, nimmt aber auch Designmerkmale der Radiomir auf. Ab 5900 Euro.


A.Lange & Söhne · 1815 Chronograph

Die Neue von A. Lange & Söhne hat wirklich alles, was man an einer Uhr, speziell an einem Chronographen, schätzen kann: ein klassisches Erscheinungsbild, das aber nicht altmodisch wirkt, ausgewogene Proportionen und ein fein verarbeitetes Manufakturwerk. Wenn da nur der Preis nicht wäre: 49.000 Euro kostet dieses Modell. Das ist auch für eine Rotgolduhr ein echtes Wort.


Cartier · Santos

Cartier setzt mal wieder auf Eleganz. Davon erzählt die rechteckige Santos, die in den Größen medium (35 x 41 mm) und large (39 x 49 mm) erhältlich ist. Beide werden mit einem Stahlband und einem Lederband geliefert. Dank eines patentierten Schnellwechselsystems lassen sich die Bänder übrigens ganz einfach selbst austauschen. Von 5000 Euro an.


Chronoswiss · Regulator Open Gear

Der Regulator war das erste eigenständige Modell von Chronoswiss. Die Uhr, von Gründer Gerd-Rüdiger Lang erdacht, ist das Markenzeichen. Zum 30. Geburtstag – und 35-jährigen Bestehen der Marke – gibt es nun das Modell Open Gear, für das die Uhrmacher den Regulator-Mechanismus offenlegt haben. So wirkt der Klassiker modern. Etwa 6000 Euro.


Mido · Commander

Mido feiert Geburtstag. Die Marke für preisbewusste Kenner ist 100 Jahre alt. Dafür wurde der Klassiker Commander neu aufgelegt. Durchmesser 37 Millimeter, geschmeidiges Milanaise-Band: Diese Uhr passt auch an schmale Handgelenke. Das anthrazitfarbene Zifferblatt ist lediglich durch ein wenig kratzfestes Acrylglas geschützt – da ist Vorsicht angeraten. 700 Euro.


IWC · Tribute to Pallweber

IWC Schaffhausen ist 150 Jahre alt geworden. Die Deutschschweizer präsentieren eine Jubiläumskollektion, deren Held die Tribute to Pallweber ist, die eine Taschenuhr von 1848 als Vorbild hat. Sie ist limitiert auf 500 Exemplare in Edelstahl, 250 in Rotgold und 25 in Platin. Schade, dass diese gelungene Uhr nur ein lackiertes Zifferblatt hat. Bei diesen Preisen dürfte es auch Emaille sein. Ab 23.100 Euro.


Porsche Design · 1919 Chronotimer Flyback

Porsche Design Timepieces kann auch elegant. Nachdem vergangenes Jahr die markante Monobloc Actuator Premiere feierte, folgt nun die filigranere 1919 Chronotimer Flyback. Angetrieben wird sie vom selbst konstruierten Werk 001, das der Uhrenhersteller aus Solothurn exklusiv für sich bauen lässt. Eine schicke Sportuhr mit markentypisch klaren Linien. Ab 5950 Euro.


Nomos Glashütte · Autobahn

Angesichts der Diesel-Diskussion ist die Namensgebung mutig. Autobahn heißt die Messe-Neuheit von Nomos. Auf dem Zifferblatt ist die Steilkurve der Avus zu sehen, aber auch die Typographie aus den Cockpits klassischer Automobile. Eine Idee des Designers Werner Aisslinger, der für die Glashütter diese Uhr gestaltete. Der Antrieb arbeitet natürlich vollkommen CO₂-neutral. 3800 Euro.


Carl F. Bucherer · Manero Peripheral

Auf die Manero Peripheral ist man in Luzern stolz. Sie wird vom Manufakturwerk CFB A2050 angetrieben, das seine Energie durch einen um das Uhrwerk drehenden Rotor bezieht – eine Spezialität von Carl F. Bucherer. Nun wird die Manero Peripheral außer mit 40-Millimeterauch mit 43-Millimeter-Gehäuse angeboten. Ab 6000 Euro.


Frédérique Constant · Hybrid Manufacture

Eine Smartwatch ist meist ein kleiner TFT-Bildschirm mit Armband. Nicht so bei Frédérique Constant. Dort erfand man die Horological Smartwatch, eine elegante Quarzuhr mit Fitnessfunktionen. Nun folgt die Hybrid Manufacture, bei der ein nobles Automatikwerk mit einem Elektronikmodul kombiniert wurde. Mechanik-Fans grummeln, gut gemacht ist es aber. Ab 3000 Euro


Piaget · Altiplano Ultimate

Piaget baut zur Zeit die flachsten Uhren der Welt. In Genf zeigte die Manufaktur eine Handaufzugsuhr, die inklusive Gehäuse gerade mal zwei Millimeter hoch ist: eine technische wie ästhetische Meisterleistung, aber leider unverkäuflich. Die Altiplano Ultimate Automatic ist mehr als doppelt so hoch (4,3 mm) und bekam dennoch den Titel als flachste Automatikuhr. Ab 26.700 Euro.


Glashütte Original · Senator Chronograph

Das Engagement bei der Berlinale feiert Glashütte Original mit der Capital Edition, einer limitierten Ausgabe des Senator Chronograph Panoramadatum. Sie unterscheiden sich von der Serie durch im Haus gefertigte zweifarbige Zifferblätter. Interessenten müssen schnell sein. Denn es werden fünf Uhren in Platin (silbernes Blatt), 25 in Rotgold und 100 in Edelstahl (beide mit grauem Blatt) gebaut. Ab 13.500 Euro.


Sinn · Modell 836

Mit zwei neuen Sportuhren im Gepäck reiste Sinn Spezialuhren von Frankfurt nach Basel zur Uhrenmesse. Die beiden schlichten Edelstahlmodelle sollen das Sortiment nach unten abrunden. Das Modell 836 ist eine klassische Dreizeiger-Automatikuhr, die 936 ist der verwandte Chronograph, der von dem Werk Sinn SZ02 angetrieben wird. Wahlweise mit Rindleder- oder Stahlbändern. Ab 1590 Euro.


Tag Heuer · Carrera Calibre 02

Chance verpasst. Der 55. Geburtstag der Carrera hätte die Möglichkeit geboten, eine zeitgemäße Neuinterpretation des Klassikers anzubieten. Stattdessen lanciert Tag Heuer einen modernistischen Chronographen mit durchbrochenem Zifferblatt, der vom Vorjahresmodell kaum zu unterscheiden ist. Neu ist lediglich, dass das hauseigene Calibre 02 nun auch in der Carrera erhältlich ist. Schade! Ab 4650 Euro.


Seiko · Prospex Diver’s

Es grünt so grün, wenn jetzt bei der japanischen Uhrenmanufaktur Seiko eine neue Automatik-Taucheruhr auftaucht. Das Sondermodell hört auf die Bezeichnung SPB081J, ist Teil der sportiven Prospex-Kollektion und wird zu Ehren dieses Jahres auf 2018 Modelle limitiert sein. Hinter dem seegrün bis aquamarin changierenden Zifferblatt der Diver’s arbeitet das Automatikkaliber 6R15 mit Datumsanzeige. 1100 Euro.

Quelle : FAZ.net


 

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